WAS IST INTERREG ?
INTERREG ist eine Gemeinschaftsinitiative, die von der Europäischen Kommission im August 1990 verabschiedet wurde. Nach dem Erfolg der ersten Programme INTERREG I (1990-93) und INTERREG II (1994-99) hat sich die Europäische Kommission für die Fortführung des Programmes mit INTERREG III (2000-06) entschieden.
Das Programm setzt sich zum Ziel, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu intensivieren, die Grenzregionen in die Stärkung des Binnenmarktes einzubeziehen und den Bürgern die europäische Idee näher zu bringen.
Dabei werden grenzüberschreitende Projekte, bei denen die Partner aus den verschiedenen Ländern zusammenarbeiten, von der Europäischen Kommission finanziell unterstützt.
Die bewilligten Projekte zeichnen sich durch einen neuartigen Charakter und einen direkten und langfristigen Nutzen für die Bevölkerung aus. Sie müssen außerdem von regionalem und genzüberschreitenden Interesse sein.
Die Europäische Union stellt maximal 50% der Gesamtkosten der grenzüberschreitenden Projekte zur Verfügung. Bei Projekten mit schweizer Beteiligung kann der EU-Förderbeitrag nur so hoch sein wie der Kofinanzierungsbeitrag der deutschen und französischen Projektpartner. Die regionalen Partner aus der Schweiz können allerdings durch die Schweizerische Eidgenossenschaft unterstützt werden.
Am Oberrhein existieren zwei benachbarte INTERREG-Programmgebiete: PAMINA und Oberrhein Mitte-Süd. Für die Abwicklung jedes INTERREG Programms sind die folgenden Gremien und Instanzen verantwortlich:
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Der Begleitausschuss, das politische Beschlussorgan.
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Die Arbeitsgruppe, zuständig für technische Fragen.
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Das Programmsekretariat. Es hilft den Projektverantwortlichen bei der Erstellung der Projektvorschläge.
Projekte, die sowohl den PAMINA-Raum als auch das Gebiet Oberrhein Mitte-Süd betreffen (gemeinsame Projekte), werden vom INTERREG-Sekretariat Oberrhein Mitte-Süd bei der Région Alsace betreut.
INTERREG III (2000-2006)
Auch im Rahmen von INTERREG III bleibt das allgemeine Ziel, nationale Grenzen abzubauen, die einheitliche Entwicklung der Regionen zu fördern und den Integrationsprozess voranzutreiben.
Die Mittelausstattung für die Laufzeit des INTERREG III-Programms beträgt 13,68 Mio. € für PAMINA und 27,98 Mio. € für das Oberrhein Mitte Süd Gebiet.
In der neuen Programmphase von INTERREG wird es daher vor allem darauf ankommen, schrittweise weitere Strukturen für die Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union sowie mit den benachbarten Ländern zu entwickeln. Dabei kann auf durchaus positive Erfahrungen der bisherigen Zusammenarbeit aufgebaut werden.
Im Rahmen von Interreg III wurde der Organisations- und Ablaufmodus gemeinsamer Projekte (PAMINA und Oberrhein Mitte-Süd) vereinfacht, um die Entstehung gesamtoberrheinischer Projekte zu begünstigen.
Obwohl das Oberrheingebiet in Europa eine verhältnismäßig kleine Region ist, verfügt es über qualifizierte, oft mehrsprachige Arbeitskräfte, über eine dynamische Wirtschaft (gute Kommunikations- und Transportnetze sowie eine Vielzahl kleinerer und mittlerer Unternehmen) und über einen hohen Tourimus- und Freizeitwert.
Eine intensivere grenzüberschreitende Zusammenarbeit wird diese Stärken hervorheben und zu einer Dynamisierung des Gebietes beitragen. Dadurch wird die Region besser auf die Herausforderungen der EU-Erweiterung reagieren können.